Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
descriptionGrafik: Blutgerinnsel
Eine Thrombose kann lebensgefährlich sein, wenn das Blutgerinnsel eine tiefe Vene verstopft. Wandert es zur Lunge, droht eine Lungenembolie.
descriptionFrau fasst sich an die Wade
Das Bein fühlt sich schwer an, wird dick und schmerzt, die Haut glänzt – die Anzeichen einer Beinvenenthrombose. Mit Ultraschall lässt sich die Diagnose sichern.
descriptionDrei Chirugen
Das Blutgerinnsel so rasch wie möglich aufzulösen ist das Ziel der Behandlung – mit Kompression und Medikamenten oder mit einer Operation.
descriptionGrafik: Lunge
Thrombose mit schwerwiegenden Folgen: Am dramatischsten ist die Lungenembolie, es folgen Venenschwäche, Geschwüre und Krampfadern.
descriptionJoggende Frau
Wärme meiden und Beine öfter mal kalt abduschen – wenn Sie außerdem Fußgymnastik machen, haben Sie bereits viel zur Vorbeugung getan.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal

Die Gefäßblockade auflösen

Rasche Hilfe ist angesagt, damit Teile des Blutgerinnsels nicht in die Lungengefäße gelangen und dort zu einer lebensgefährlichen Embolie führen. Um das Blutgerinnsel aufzulösen und die Vene wieder durchgängig zu machen, helfen Kompression, Medikamente und manchmal eine Operation.

Eine frühe Therapie ist wichtig

Akut besteht bei einer tiefen Beinvenenthrombose immer die Gefahr einer Lungenembolie, das heißt der Lösung von Gerinnselbestandteilen, die dann über das Herz in die Lungenarterien gespült werden.

Andererseits kommt es im weiteren Verlauf einer tiefen Venenthrombose relativ häufig zur Zerstörung der Venenklappen und damit zu einem dauerhaft gestörten Rückfluss des Blutes in den Venen (chronisch venöse Insuffizinenz, CVI).

Bei der Therapie der tiefen Venenthrombose will man drei Dinge erreichen:
  • eine Lungenembolie verhindern
  • vermeiden, dass die Thrombose sich weiter ausdehnt
  • den Blutfluss in der Vene wieder herstellen und die Venenklappen erhalten, um eine chronisch venöse Insuffizienz zu verhindern.
Kompressionsbehandlung: Verschiedene Verbandsarten

Das Bein wird zunächst mit Kompressionsbinden gewickelt, nach einigen Tagen stellt man um auf einen maßgefertigten Kompressionsstrumpf. Wichtig ist, dass die Kompressionsstrümpfe korrekt angezogen werden. Dazu braucht der Patient unter Umständen Hilfe. Bettruhe ist nur bei schmerzhafter Beinschwellung zur Linderung der Beschwerden angezeigt, ansonsten dürfen die Betroffenen umherlaufen. In der Regel kann eine tiefe Venenthrombose daher auch ambulant behandelt werden.

Medikamente

Um eine Lungenembolie und ein Fortschreiten der Thrombose zu vermeiden, verordnet der Arzt zu Beginn Heparin. Dies kann kontinuierlich über einen Venenkatheter gegeben werden oder subkutan per Spritze mit einer feinen und kurzen Nadel. Je nach Präparat muss dann ein- oder zweimal am Tag gespritzt werden. Nach wenigen Tagen stellt der Arzt meist auf eine Therapie mit Tabletten (z.B. Phenprocoumon) um, die dann drei bis sechs Monate weitergeführt wird. Als Phenprocoumon-Patient müssen Sie Ihre Gerinnungsfunktion regelmäßig beim Arzt überprüfen lassen und einen speziellen Ausweis bei sich tragen. Dann weiß im Notfall der behandelnde Arzt sofort, dass durch die Behandlung eine erhöhte Blutungsgefahr besteht.

In einigen Fällen führt der behandelnde Arzt eine sogenannte Lysetherapie durch, bei der sich der Thrombus auflösen soll, damit die Venenklappen funktionstüchtig bleiben. Die Lysetherapie ist nur bei frischen Thrombosen sinnvoll und mit z.T. schweren Nebenwirkungen verbunden. Außerdem muss man zahlreiche Gegenanzeigen beachten.

Operative Therapie

Eine Frühbehandlung einer Beckenvenenthrombose ist auch chirurgisch möglich. Dabei wird in der Leiste ein kleiner Schnitt angelegt und das Gerinnsel aus der Beckenvene entfernt. Diese Behandlungsmöglichkeit wird ebenso wie der Vena-cava-Schirm (eine Art Mini-Filter) nur bei sehr speziellen Indikationen angewandt.

↑ nach oben

Beine mit Strümpfen
© Shutterstock
Kompressionsstrümpfe sollen verhindern, dass sich die Thrombose weiter ausdehnt oder eine Lungenembolie verursacht. Durch den starken Druck auf die Vene stellen sie den normalen Blutfluss wieder her.
Infusion in den Handrücken
© Shutterstock
Über einen Venenkatheter oder mit einer Spritze gibt der Arzt Heparin. Es hemmt die Blutgerinnung und verhindert so, dass sich ein weiteres Blutgerinnsel bildet.