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descriptionGrafik: Blutgerinnsel
Eine Thrombose kann lebensgefährlich sein, wenn das Blutgerinnsel eine tiefe Vene verstopft. Wandert es zur Lunge, droht eine Lungenembolie.
descriptionFrau fasst sich an die Wade
Das Bein fühlt sich schwer an, wird dick und schmerzt, die Haut glänzt – die Anzeichen einer Beinvenenthrombose. Mit Ultraschall lässt sich die Diagnose sichern.
descriptionDrei Chirugen
Das Blutgerinnsel so rasch wie möglich aufzulösen ist das Ziel der Behandlung – mit Kompression und Medikamenten oder mit einer Operation.
descriptionGrafik: Lunge
Thrombose mit schwerwiegenden Folgen: Am dramatischsten ist die Lungenembolie, es folgen Venenschwäche, Geschwüre und Krampfadern.
descriptionJoggende Frau
Wärme meiden und Beine öfter mal kalt abduschen – wenn Sie außerdem Fußgymnastik machen, haben Sie bereits viel zur Vorbeugung getan.
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Thrombose – riskanter Stau in den Gefäßen

Wer sich wenig bewegt, raucht oder übergewichtig ist, hat ein hohes Risiko für eine Thrombose. Doch das Blutgerinnsel, das ein Gefäß verstopft, kann auch als Folge von Flüssigkeitsmangel, der „Pille“ und einiger Krankheiten auftreten. Betrifft die Thrombose eine tiefe Vene, kann das Lebensgefahr bedeuten.

Die tiefe Venenthrombose – ein Blutgerinnsel verstopft die Venen

Unter einer Thrombose versteht man den Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus). Meist sind die Bein- und Beckenvenen betroffen. Dabei unterscheidet man medizinisch eine oberflächliche Thrombose (Thrombophlebitis), das heißt ein Blutgerinnsel in den oberflächlich verlaufenden Venen, von einer tiefen Venenthrombose (Phlebothrombose). Im Allgemeinen meint man mit dem Begriff Thrombose jedoch eine tiefe Venenthrombose.

Tiefe Venenthrombosen entstehen meist im Unterschenkel, Oberschenkel oder auch im Becken, zu ca. 2/3 ist die linke Seite betroffen. Eher selten gibt es tiefe Venenthrombosen im Arm. Ein Thrombus kann sich allerdings auch in den Herzhöhlen bilden. Wichtigster Risikofaktor für die Bildung eines Blutgerinnsels im Herzen ist das Vorhofflimmern. Sehr selten entstehen Blutgerinnsel in Arterien. Meist besteht dann lange zuvor schon eine Arteriosklerose.

Jede tiefe Venenthrombose ist ein Notfall, denn wenn sie nicht sofort behandelt wird, kann sie eine lebensbedrohliche Folge haben: die Lungenembolie. Aber auch langfristige Schäden am Venensystem sind möglich: die chronisch venöse Insuffizienz (CVI). Jeder Verdacht auf eine tiefe Venenthrombose sollte daher sofort abgeklärt werden.
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Ursachen und Risikofaktoren einer tiefen Venenthrombose

Ursachen einer tiefen Venenthrombose können sein:

Gerinnungsstörungen:
  • eine verstärkte Blutgerinnung, z.B. bei Krebserkrankungen
  • eine verminderte Fähigkeit, Blutgerinnsel aufzulösen
  • bestimmte Nahrungsmittel oder Toxine, die Einfluss auf die Blutgerinnung haben
eine Verlangsamung des Blutstroms:
  • erweiterte Venen (Varizen) und Krampfadern
  • Bettlägerigkeit, z.B. nach Operationen
  • langes Sitzen mit eingeengter Bewegungsmöglichkeit (Bus- u. Flugreisen)
Schäden der inneren Gefäßwände (Intima):
  • Verletzungen, Quetschungen, Operationen
  • altersbedingte Gefäßveränderungen
  • entzündliche Veränderungen der Venen.
Risikofaktoren für eine tiefe Venenthrombose sind daher:
  • ungesunde Lebensweise wie etwa Rauchen, Übergewicht oder Bewegungsmangel
  • ererbte oder erworbene Gerinnungsstörungen (z.B. Synthesemangel bei Leberzirrhose)
  • Schwangerschaft oder die Einnahme der "Pille"
  • lange Flug- oder Busreisen (Touristenklasse-Syndrom, Economy-Class-Syndrome)
  • Bettlägerigkeit oder Gipsverbände
  • Flüssigkeitsmangel
  • Krebserkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Vorhofflimmern)
  • aufgetretene Thrombosen in der Vergangenheit
  • Krampfadern
  • Operationen
  • Verletzungen des Beckens oder der Beine
  • fortgeschrittenes Alter.

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Grafik: Entstehung einer Thrombose
© vitanet GmbH
Wenn sich ein Thrombus, also ein Blutgerinnsel, bildet, besteht die Gefahr eines Venenverschlusses. Löst sich das Gerinnsel nicht schnellstmöglich wieder auf, droht eine Embolie.
Sitzreihen im Flugzeug
© Shutterstock
Lange Flugreisen sind ein Risikofaktor für Thrombosen. Daher ist es wichtig, regelmäßig aufzustehen und die Beine zu bewegen. Vielflieger tragen außerdem gern Kompressionsstrümpfe, um einer Thrombose vorzubeugen.
Gipsbein
© Shutterstock
Gipsverbände können eine Thrombose begünstigen – ebenso wie Bettlägerigkeit oder Operationen.