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descriptionGrafik: Herz
Die Herzkranzgefäße verkalken und der Herzmuskel wird schlecht durchblutet. So entsteht die koronare Herzkrankheit, die anfangs kaum Beschwerden macht.
descriptionUltraschalluntersuchung
Die Durchblutungsstörung des Herzmuskels kann sehr schmerzhaft sein, aber auch symptomlos fortschreiten. Zur Diagnose stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
descriptionOperationsinstrumente
Medikamente bilden neben gesunder Ernährung und Bewegung die Basis der Therapie. Ballondilatation, Stent und Bypass-Operation sind weitere Optionen.
descriptionBlaulicht
Sogenannte Chest Pain Units – die spezialisierten Notaufnahmen im Krankenhaus für Patienten mit Brustschmerz – werden die Behandlung optimieren.
descriptionRadfahren
Rauchstopp, Bewegung und gesunde Ernährung sind unerlässlich für jeden KHK-Patienten. Medikamente und Psychotherapie helfen bei Angst und Depression.
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„Chest Pain Unit“ soll Expresshilfe garantieren

In den USA gehören sie zu jedem Krankenhaus, in Deutschland sind sie im Kommen: die Chest Pain Units (Brustschmerzeinheiten) – spezielle Notfalleinheiten für Patienten mit Brustschmerzen. Durch rasche und zielgerichtete Herzdiagnostik können Herzpatienten erfolgreicher behandelt und schneller entlassen werden.

Im Überblick



Chest Pain Units in Deutschland

In den USA gehören sie zur Routine vieler Krankenhäuser, in Deutschland sind sie im Aufbau: die „Chest Pain Units“ (Brustschmerzeinheiten) – spezielle Notaufnahmeeinheiten für Patienten mit akuten Brustschmerzen. Während in den Vereinigten Staaten bereits jedes dritte Krankenhaus über ein eigenes Brustschmerzzentrum verfügt, existieren in Deutschland derzeit etwa 219 solcher Spezialambulanzen – Tendenz steigend. Nachdem die Fachgesellschaft der Herzspezialisten, die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V., strenge Kriterien für die Einrichtung der Brustschmerzzentren vorlegte, kommt es nun darauf an, bestehende Einheiten zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern sowie neue Zentren zu etablieren.
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Vorteile der Brustschmerzzentren auf einen Blick

Für die Patienten bringt die neue Struktur viele Vorteile: Kommen sie mit Brustschmerz in das Spezialzentrum, erfolgt die komplette Diagnostik direkt vor Ort. Dadurch entfallen lange Wartezeiten, die Ursache der Schmerzen wird schnell gefunden und die Therapie kann früher als gewohnt beginnen. Die Zeitersparnis in Diagnostik und Therapie soll einerseits natürlich Leben retten, sie hilft aber auch, Patienten und Ärzte zufriedener zu machen. So werden lange Wartezeiten und komplizierte Übergaben zwischen den Ärzten vermieden. Wenn sich herausstellt, dass der Brustschmerz seine Ursache nicht in einer akuten Herzkrankheit hat, kann der Patient oft rasch wieder nach Hause entlassen werden. Im Falle einer weiteren Krankenhausbehandlung dauert der Aufenthalt nicht mehr so lange wie vorher, da ein Großteil der Untersuchungen schon in den ersten Stunden absolviert wurde.
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Perfekte Ausstattung ist die Basis

Eine Chest Pain Unit kann allerdings nur dann erfolgreich sein, wenn sie ausreichend ausgestattet ist: etwa mit modernster Medizintechnik für Diagnostik und Therapie wie EKG, Echokardiografie, Defibrillator, Beatmungseinheit sowie CT und MRT in erreichbarer Nähe. Der Weg zum ständig besetzten Herzkatheterlabor darf nicht länger als 15 Minuten dauern, gleiches gilt für den Weg zur Intensivstation. Laboruntersuchungen müssen rund um die Uhr erfolgen können. Mindestens ebenso entscheidend wie die Technik jedoch ist die personelle Ausstattung. In einem Brustschmerzzentrum ist ein kardiologisch erfahrener Arzt immer vor Ort, ein kardiologischer Oberarzt kann in kürzester Zeit beim Patienten sein. Das Pflegepersonal wird für die Aufgabe in der Brustschmerzeinheit speziell geschult und absolviert regelmäßig Notfallkurse. Natürlich kostet die Einrichtung einer solch spezialisierten „Mini-Notaufnahme“ viel Geld. Die Investition lohnt sich jedoch, denn durch schnellere und effektivere Behandlung sowie kürzere Liegezeiten der Patienten wird andererseits viel Geld gespart.
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Bei Brustschmerz zählt jede Minute

Ein weiterer Vorteil der Chest Pain Units besteht darin, dass sie von Rettungsdiensten gezielt angefahren werden können, wenn ein Patient über Herzbeschwerden klagt. Die Zeitersparnis kommt wiederum den Patienten zugute, denn im Falle eines Herzinfarkts zählt buchstäblich jede Minute. Ein Problem ist mit den neuen Notfalleinheiten allerdings nicht zu lösen: In Deutschland dauert es immer noch zu lange, bis Patienten bei unklaren Brustschmerzen den Notarzt rufen. Der Zeitverlust, der durch das lange Zögern der Patienten entsteht, kann nur durch breit angelegte Aufklärungskampagnen zum Thema Brustschmerz und Herzinfarkt begrenzt werden.
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Notarztwagen
© Shutterstock
Bei einem akuten Herzinfarkt zählt jede Minute. In Deutschland gibt es bereits 219 Spezialambulanzen, die sich auf Herznotfälle spezialisiert haben.
Lampen im Operationssaal
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Eine Chest Pain Unit ist immer optimal ausgestattet. Den behandelnden Ärzten steht die modernste Medizintechnik für Diagnostik und Therapie zur Verfügung.
Rettungswagen mit Patient und Sanitätern
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Die spezialisierten Chest Pain Units können von den Rettungsdiensten gezielt angefahren werden, wenn der Patient über Herzbeschwerden klagt – eine Zeitersparnis, die Leben rettet.